Mehr Kollektiv als Band, welches Grenzen durchbricht und den Hörer in eine surreale Reise durch Raum und Zeit, Licht und Schatten, menschliche Abgründe und individuelle Auflösung entführt.
Mitte der 1990er, als eine der Gameten des Extrem- & Black Metal in Bayern zusammengefunden, folgten zwei offizielle CD-Produktionen („Beyond Addiction“ / 1999 & „Passage through Sephiors“ / 2001),
die orchestralen Black Metal mit Thrash und Death anreicherten und regional, bis hin zu international, lobende Kritiken in Print- und Onlinemagazinen erhielten.
Der konzeptionellen Richtung von „Panta Rhei“ folgend, ist das Klangbild von RHK in einem ständig fließenden Veränderungsprozess. Dysharmonische Avantgarde-Rasereien treffen auf groovende Doom-Segmente, psychedelische Parts ergießen sich in stampfendes Industrial-Geschepper.
Diese Dynamik unter und in den Songs, die auch nach dem x-ten Mal Hören immer wieder neue Schichten und Nuancen erhören und erfühlen lassen, getragen von dem kompromisslos brachialen Grundgerüst von RHK, wird so in einigen musikalischen Schubladen des Extrem Metal
den einen oder anderen an seine Grenzen bringen – durchaus gewünscht –, aber weit über diese Schubladen hinaus auch andere begeistern.
In jedem Fall aber in allen etwas auslösend; ein Gefühl, keines, welches schnell verklingt.
Als Konzeptband mit okkult-philosophischen Inhalten sind die Texte sowohl Bildnisse für ein auf Natur und Wissenschaft basierendes Universum als auch Darstellungen der durch menschliche Esoterik und Gier verzerrten Welt.
So finden sich auch immer wieder klare sozialkritische Töne in den Worten, versteckt hinter den akustischen Bildnissen einer dystopischen Realität der Menschheit. „No Borders / No Politics / No Currencies / No Religion“ – nicht als Ablehnung gegen bestehende Strukturen, sondern als nichtexistent in einer nicht von Menschen gelenkten Welt.
Individuum als universelle Entität, gefangen in dem Kerker des menschlichen Säugetier-Imperativs nach Macht und Göttlichkeit. Wie ein Independent-Arthouse-Snuff im Blockbuster-Popcorn-Becken, in Teilen verstörend, in Teilen betörend, direkt, bezirzend, einem hypnotischen Fiebertraum gleich, der den Hörer auf eine wilde Hatz von den äußersten Rändern bis hin zum kleinsten Kern des Seins mitnimmt.
Aus der Konserve eine vielschichtige Black-Metal-Grenzerfahrung, live ein wuchtiges Extrem-Metal-Brett,
welches Grenzen überschreitend Grenzen einreißt.
Line Up:
Lars git
JoD vox
Flo git
DaGegen bass